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Pressebericht vom 03. Dezember 2015 (www.shz.de)

Eutins moderne Barcode-Knöllchen

Neueste Technik hilft Verkehrsüberwachern und Parksündern. Wer kein Handy hat, kann weiterhin direkt im Bürgerbüro zahlen

Von Constanze Emde

Eutins Verkehrsüberwacher Simon Jahn (v.l.) und Matthias Straußfeld freuen sich über die neue Technik. Foto: emde

 
Moderner, schneller, effektiver: Eutins Verkehrsüberwacher sind dank neuester Technik jetzt nur noch mit einem Smartphone und einem Verwarnblock unterwegs. „Alles, wofür wir früher drei Geräte brauchten, machen wir jetzt mit einer speziellen App für Verkehrsüberwacher“, sagt Matthias Straußfeld, der gemeinsam mit Simon Jahn und einem weiteren Kollegen derzeit den ruhenden Verkehr Eutins kontrolliert. „Unsere Innendienstmitarbeiterin kann sofort einsehen, was wir aufgenommen haben, wenn die Menschen zu ihr ins Büro kommen, bezahlen oder sich beschweren wollen. Auch untereinander sind die Geräte vernetzt“, ergänzt Simon Jahn. Das erleichtere die Arbeit enorm, weil einsehbar sei, was dem Kollegen schon aufgefallen sei.

Nun kann Donner die begangene Ordnungswidrigkeit gleich in sein Smartphone eintippen, und die Mitarbeiter im Rathaus haben die Daten mitsamt Foto im nächsten Augenblick auf ihrem Rechner.

Und so funktioniert es: Entdecken die Verkehrsüberwacher Falschparker, geben sie in einer vorgefertigten Maske etwa Nummernschild, Verstoß, Ort und die Ventilstellung der Räder ein. Außerdem machen sie Beweisfotos, die dem Fall sofort digital zugeordnet werden. „Das erleichtert die Beweisführung in Streitfällen enorm“, sagt Jahn. Zum Schluss scannen sie den Barcode auf dem Verwarnzettel, der hinter die Windschutzscheibe des falschparkenden Fahrzeugs kommt. Mittels Barcode und dem Nummernschild kann sich der Falschparker noch vor Ort online auf seinem Smartphone ansehen, was ihm vorgeworfen und wie teuer es wird. Wer kein Smartphone hat, kann die Rechnung weiter im Bürgerbüro oder per Überweisung zahlen. „Wer gleich kommt, verhindert, dass das Knöllchen nochmal per Post zugestellt wird“, sagt Straußfeld. Diesen Vorteil wüssten besonders junge Fahrer, die mit den Wagen der Eltern unterwegs seien, zu schätzen, weiß er.

Für die Verkehrsüberwacher bedeutet die neue Technik Zeitersparnis: „Wir schaffen so mehr Strecke.“ Sollte sich die Überwachung – wie im Hauptausschuss beschlossen – bis 19 Uhr ausdehnen, bräuchten sie aber personelle Unterstützung. Dies sei mit drei halben Stellen nicht zu machen.

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