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Pressebericht vom 06. November 2014 (Rheinische Post)

Smartphones bewähren sich beim Knöllchenschreiben

Düsseldorf. Wenn die etwa 150 Außendienstmitarbeiter der Verkehrsüberwachung parkende Autos kontrollieren, greifen sie bei Verstößen zum Smartphone. Nicht etwa, um nett zu plaudern, sondern um Falschparker mit Datum, Kennzeichen und Foto zu registrieren. Zuvor mussten sie drei einzelne Geräte mit sich führen - ein Datenerfassungsgerät, ein Handy und eine Kamera. Das Smartphone und eine App vereinen diese Geräte nun.

"Die Funktionsmöglichkeiten haben sich bewährt", sagt Sebastian Veelken, stellvertretender Leiter des Ordnungsamts. "Vor allem das Fotografieren und die schnelle Zuordnung von Bild und Tatvorwurf sind wie Quantensprünge in der Sachbearbeitung." Das separat gemachte Foto dem Falschparker zuzuordnen sei früher recht aufwendig gewesen, sagt er. Die Smartphone-App würde bei Zweifeln schnell für Klarheit sorgen. "Und zwar nicht ausschließlich zum Vorteil des Ordnungsamts, sondern auch im Sinne der Bürger." Die neue Technologie hat weitere Vorzüge. Die Geräte sind durch die Software untereinander verbunden. So erkennt eine Politesse nach Eingabe der Autonummer sofort, ob ein Kollege den Falschparker schon zuvor registriert hat - auch, wenn das Papier-Knöllchen nicht mehr am Scheibenwischer flattert. Je nach Falschpark-Dauer entscheidet die Politesse, ob die erste Verwarnung noch aktuell ist oder ob ein höheres Bußgeld wegen sogenannter "zeitlicher Erhöhung" fällig ist.

Die Einführung der 150 neuen Smartphones, Zusatzakkus und Schutzhüllen kosteten einmalig 17.500 Euro. Die jährlichen Folgekosten, also Gerätemiete inklusive Zubehör, Daten- und Sprachtarife belaufen sich auf 125.000 Euro. Dies sei, so das Ordnungsamt, unter dem Strich aber günstiger als die bisherige Lösung mit drei Geräten.

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